Funktionen von Antivirensoftware
Malware-Scanning — Malware-Scanning-Funktionen ermöglichen es Antiviren-Tools, Geräte, Browser und Netzwerke auf das Vorhandensein von Malware zu scannen. Die Tools identifizieren den Standort des Computervirus und warnen entweder Sie oder Ihren IT-Administrator über dessen Vorhandensein.
Einige gefährliche Softwareprogramme können über längere Zeiträume inaktiv bleiben, ohne Symptome zu zeigen. Hacker könnten eine Hintertür hinterlassen, um auf Ihre Systeme zuzugreifen; sie könnten auch darauf warten, eine gefährliche Anwendung auszuführen. Malware-Scanning identifiziert diese Bedrohungen und beschleunigt den Behebungsprozess.
Kontinuierliches Scannen — Bedarfs- oder periodische Scans, obwohl hilfreich, können Malware so lange übersehen, wie es Ihre Einstellungen zulassen. Kontinuierliches Scannen hält Ihre Systeme sicherer, indem es Endpunkte ständig analysiert, um Bedrohungen zu identifizieren, sobald sie auftreten.
Benutzer können vergessen, Scans durchzuführen, oder die periodischen Scans können schlecht getimt sein, sodass ein Virus ein Netzwerk infizieren kann. Anstatt es herauszufinden, sobald Sie den Scan durchführen, wird eine kontinuierliche Scanning-Antivirenanwendung Benutzer über Bedrohungen informieren, sobald sie auftreten.
Firewall — Firewalls bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem sie den Netzwerkverkehr überwachen und filtern. Diese Tools verhindern Eindringlinge, indem sie verdächtige Aktivitäten identifizieren und entweder den Zugriff auf das Netzwerk blockieren oder einen Administrator über die Bedrohung informieren.
Es gibt mehrere Arten von Firewalls, die für bestimmte Verwendungen oder Geräte entwickelt wurden. Einige sind darauf ausgelegt, Anwendungen zu schützen, während andere nur bestimmte Betriebssysteme unterstützen. Nur weil eine Anwendung sagt, dass sie Firewall-Funktionen hat, bedeutet das nicht, dass sie für Ihren spezifischen Anwendungsfall effektiv sein wird.
Webschutz — Viele Antivirenlösungen verfügen über Funktionen, die darauf ausgelegt sind, potenziell gefährliche Websites oder Online-Downloads zu identifizieren. Ein Antivirenprogramm mit Webschutzfunktionen kann Downloads scannen, bevor sie gespeichert werden, oder eine Website deaktivieren, die Adware enthält.
Es gibt eine Reihe verschiedener browserbasierter Bedrohungen, die automatisch Downloads gefährlicher Malware auslösen können. Einige laden sogar automatisch Dateien herunter, sobald eine Website betreten wird, ohne dass der Benutzer jemals einen Knopf drückt.
E-Mail-Schutz — E-Mail-Schutzfunktionen wirken wie zusätzliche Spam-Filter und Dateiscanner. E-Mails von Websites, die bekanntermaßen Malware enthalten, werden automatisch in einen Spam-Ordner oder einen anderen isolierten Bereich verschoben.
Einige Tools verschieben Dateien in eine isolierte Umgebung und scannen sie auf gefährliche Komponenten, bevor sie tatsächlich heruntergeladen werden. Andere Tools können Phishing-Angriffe identifizieren, bevor ein Benutzer sensible Informationen eingeben oder zu einer gefährlichen Website geführt werden kann.
Automatische Updates — Da es Millionen verschiedener Computerviren gibt, die Ihre Endpunkte bedrohen könnten, müssen Antivirenprogramme häufig aktualisiert werden. Diese informieren das Programm über neue Bedrohungen und achten in Zukunft auf sie.
Automatische Updates erhöhen die Effektivität des Antiviren-Tools, indem sie potenzielle menschliche Fehler begrenzen. Einige Benutzer verstehen möglicherweise nicht die Auswirkungen, wenn sie ihre Sicherheitstools nicht aktualisieren; andere vergessen es einfach. Automatische Updates nehmen die Verantwortung aus den Händen Ihrer Mitarbeiter und erledigen die Arbeit für sie.
Plattformübergreifende Nutzung — Wenn Ihr Unternehmen eine Vielzahl von Geräten verwendet oder hofft, den Antivirenschutz auf verschiedene IT-Infrastrukturkomponenten wie Server oder Computergeräte auszuweiten, ist ein plattformübergreifendes Tool unbedingt erforderlich.
Einige Programme funktionieren möglicherweise nur als Mac-Antivirus oder Windows-Antivirus-Programm. Einige Tools decken möglicherweise keine mobilen Geräte oder Linux-Systeme ab. Stellen Sie sicher, dass die Systemanforderungen des Antivirenprogramms von Ihrer Geräteauswahl erfüllt werden.
Potenzielle Probleme mit Antivirensoftware
Software-Updates — Mitarbeiter sind nicht immer die zuverlässigsten Benutzer, wenn es darum geht, Softwareanwendungen auf dem neuesten Stand zu halten. Viele erinnern sich nicht daran und andere kümmern sich einfach nicht darum. Das Versäumnis, Antivirensoftware zu aktualisieren, verhindert, dass das Tool neue Bedrohungen identifiziert und Benutzer über potenzielle Schwachstellen informiert.
Aktualisierte Software kann die Effektivität eines Antivirenprogramms verbessern, indem sie Malware-Signaturen zu ihrer Datenbank hinzufügt. Es gibt Millionen einzigartiger Malware-Programme, die Unternehmen heute bedrohen. Ohne eine aktuelle Datenbank können Antivirenprogramme neue und bestehende Malware übersehen und Unternehmen gefährden.
Vorhandene Malware — Antivirenprogramme bieten viele Funktionen zur Analyse von Systemen, zur Erkennung von Malware und zur Verhinderung neuer Viren, die Netzwerke infizieren. Aber Unternehmen, die zum ersten Mal Antivirensoftware einführen, haben wahrscheinlich bereits einige Malware auf ihren Geräten. Antivirensoftware bietet nicht immer die notwendigen Werkzeuge, um komplexe Formen von Malware zu entfernen.
Ohne die Fähigkeit, Malware zu erkennen und zu entfernen, sind Unternehmen anfällig für eine Vielzahl von Programmen, die Hacker verwenden, um auf Netzwerke zuzugreifen und wertvolle Informationen zu stehlen. Infolgedessen sollten einige Antivirenlösungen mit einer Endpunkt-Erkennungs- und Reaktionslösung (EDR) oder einer Vorfallreaktionslösung kombiniert werden, um bestehende Bedrohungen zu untersuchen und zu entfernen.